Lärmbelastungs-Check

Ermitteln Sie Ihr Risiko für Hörschäden durch Lärmbelastung am Arbeitsplatz und in der Freizeit – kostenlos, anonym und in nur 5 Minuten.

Test-Informationen

Dauer

Ca. 5 Minuten

Fragen

12 Fragen

Anonym

100% Datenschutz

Fokus

Gehörschutz

Lärmbelastungs-Selbsttest

Dieser Test erfasst Ihre Lärmbelastung am Arbeitsplatz und in der Freizeit sowie eventuelle Anzeichen für Hörprobleme. Die Grenzwerte orientieren sich an der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung.

Frage 1 von 12: Wie laut ist es an Ihrem Arbeitsplatz? (Orientierung: normale Unterhaltung = 60 dB)

Frage 2 von 12: Wie viele Stunden pro Tag sind Sie diesem Arbeitslärm ausgesetzt?

Frage 3 von 12: Tragen Sie bei Lärmarbeit Gehörschutz?

Frage 4 von 12: Sind Sie starkem Impulslärm ausgesetzt (Schüsse, Hammerschläge, Explosionen, laute Maschinen)?

Frage 5 von 12: Wie oft und wie laut hören Sie Musik über Kopfhörer?

Frage 6 von 12: Wie oft besuchen Sie Konzerte, Clubs oder andere laute Veranstaltungen?

Frage 7 von 12: Haben Sie laute Hobbys (Motorsport, Schießsport, Heimwerken mit Maschinen, laute Musik spielen)?

Frage 8 von 12: Haben Sie Ohrgeräusche (Tinnitus) – Pfeifen, Rauschen oder Summen?

Frage 9 von 12: Haben Sie Schwierigkeiten, Gespräche in lauter Umgebung zu verstehen?

Frage 10 von 12: Wird Ihnen gesagt, dass Sie TV oder Radio zu laut einstellen?

Frage 11 von 12: Haben Sie nach Lärmbelastung ein dumpfes Gefühl oder „Watte in den Ohren"?

Frage 12 von 12: Wann wurde zuletzt Ihr Gehör untersucht?

Klicken Sie hier, um Ihre Antworten auszuwerten.

Lärm und Gehörschutz – Was Sie wissen sollten

Lärmschwerhörigkeit ist eine der häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland. Etwa 5 Millionen Menschen arbeiten unter gehörgefährdendem Lärm. Aber auch Freizeitlärm kann das Gehör dauerhaft schädigen.

Dezibel-Skala – Typische Geräuschpegel

Sicher (<80 dB)

Flüstern 30 dB, normale Unterhaltung 60 dB, Staubsauger 70 dB. Keine Schädigung auch bei Dauerbelastung.

Vorsicht (80-85 dB)

Starker Straßenverkehr, Rasenmäher. Ab 80 dB: Untere Auslöseschwelle. Gehörschutz bereitstellen.

Gefährlich (85-100 dB)

Motorrad 95 dB, Diskothek 100 dB. Ab 85 dB: Gehörschutz Pflicht! Max. Expositionszeit begrenzt.

Sofortschaden (>100 dB)

Presslufthammer 110 dB, Rockkonzert 115 dB, Düsenflugzeug 130 dB. Schon kurze Exposition schädigt!

Gesetzliche Grenzwerte (LärmVibrationsArbSchV)

80 dB(A) – Untere Auslöseschwelle

Arbeitgeber muss Gehörschutz bereitstellen und Unterweisung anbieten. Gehörvorsorgeangebot (G20).

85 dB(A) – Obere Auslöseschwelle

Gehörschutztragepflicht! Kennzeichnung des Lärmbereichs. Gehörvorsorge ist Pflichtuntersuchung.

137 dB(C) – Spitzenschalldruckpegel

Absolute Obergrenze für Impulslärm. Wird dieser überschritten, drohen sofortige Gehörschäden.

So schützen Sie Ihr Gehör

🎧 Gehörschutz tragen

Bei Lärmarbeit immer! Ohrstöpsel oder Kapselgehörschutz. Auf korrekten Sitz achten – kleine Lücken machen den Schutz unwirksam.

🔇 Lautstärke reduzieren

Kopfhörer max. 60% Lautstärke. 60/60-Regel: Max. 60 Minuten bei 60% Lautstärke, dann Pause.

⏸️ Pausen einlegen

Nach Lärmbelastung dem Gehör Ruhe gönnen. Die Haarzellen im Ohr brauchen Erholungszeit.

📍 Abstand halten

Bei Konzerten nicht direkt vor den Lautsprechern stehen. Abstand zum Lärm reduziert die Belastung deutlich.

🔕 Lärm vermeiden

Leise Geräte kaufen, lärmende Tätigkeiten begrenzen, Ruhezeiten respektieren.

👂 Vorsorge nutzen

Bei Lärmarbeit: G20-Untersuchung wahrnehmen. Auch privat regelmäßig Hörtest machen lassen.

Häufig gestellte Fragen

Dauerhafter Lärm ab 80 dB(A) kann das Gehör schädigen. Ab 85 dB(A) ist am Arbeitsplatz Gehörschutz Pflicht. Kurzzeitige Spitzenpegel über 137 dB(C) können sofortige Hörschäden verursachen.

Warnzeichen sind: Ohrgeräusche (Tinnitus), Gespräche in lauter Umgebung schlecht verstehen, häufiges Nachfragen, TV/Radio sehr laut einstellen, Gefühl von „Watte in den Ohren" nach Lärmbelastung.

Flüstern: 30 dB, normale Unterhaltung: 60 dB, Staubsauger: 70 dB, Straßenverkehr: 80 dB, Motorrad: 95 dB, Diskothek: 100 dB, Presslufthammer: 110 dB, Rockkonzert: 115 dB, Düsenflugzeug: 130 dB.

Das hängt von der Situation ab: Ohrstöpsel (Schaumstoff oder Silikon) für gelegentlichen Gebrauch, Kapselgehörschutz für intensive Lärmarbeit, individuell angepasste Otoplastiken für dauerhafte Nutzung. Wichtig ist die korrekte Anwendung.

Eine vorübergehende Hörschwellenverschiebung (z.B. nach einem Konzert) kann sich erholen. Dauerhafte Schäden an den Haarzellen im Innenohr sind jedoch irreversibel. Deshalb ist Prävention so wichtig.

Bei anhaltendem Tinnitus, plötzlicher Hörminderung, Ohrdruck oder Schmerzen. Auch bei regelmäßiger Lärmbelastung am Arbeitsplatz ist eine jährliche Vorsorgeuntersuchung (G20) empfohlen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Bei Lärmarbeit haben Sie Anspruch auf die G20-Gehörvorsorge. Informieren Sie sich über Ihre Rechte und Pflichten!

Arbeitsmed. Vorsorge