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Impfstatus-Check: Welche Impfungen brauchen Erwachsene nach dem STIKO-Kalender?
Alle Erwachsenen sollen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre auffrischen, die nächste fällige Impfung einmal zusammen mit Keuchhusten. Wer nach 1970 geboren ist und nicht zweimal gegen Masern geimpft wurde, bekommt einmal einen Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff. Ab 60 kommen Grippe, Pneumokokken und Gürtelrose dazu, ab 75 RSV und COVID-19; dieser Check zeigt, welche Punkte du mit deiner Praxis klären solltest.
Selbsttest
Impfstatus-Check für Erwachsene
11 Fragen · 3 Zusatzfragen · etwa 4 Minuten
- Bei vielen chronischen Erkrankungen und für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen empfiehlt die STIKO zusätzliche Impfungen, je nach Erkrankung zum Beispiel gegen Grippe, COVID-19 und Pneumokokken schon vor 60, gegen Gürtelrose ab 18 oder gegen RSV ab 60. Lass deinen Impfpass mit Blick auf deine Erkrankung in der Praxis prüfen.
- In jeder Schwangerschaft empfiehlt die STIKO die Impfungen gegen Grippe und Keuchhusten. Impfungen mit Lebendimpfstoff wie gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sind in der Schwangerschaft ausgeschlossen; Lücken sollten vorher geschlossen werden. Sprich mit deiner Frauenarztpraxis.
- Für bestimmte Berufe, für Reisen und bei Zeckenkontakt in FSME-Risikogebieten gibt es eigene Impfempfehlungen der STIKO, etwa gegen Hepatitis A und B oder FSME. Sprich in der Hausarztpraxis darüber, bei beruflichen Impfungen auch mit der Betriebsärztin oder dem Betriebsarzt.
Deine Antworten bleiben in diesem Browser. Ein Selbsttest ersetzt keine Diagnose. Grundlage: Eigener Check von check-dich-selbst.de nach den STIKO-Empfehlungen 2026 (Epidemiologisches Bulletin 4/2026 und 28/2026), Stand 28.10.2026, kein validierter Fragebogen.
So wird ausgewertet
Der Check hat 14 Fragen. Zehn davon gehen je eine Standardimpfung aus dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Erwachsene durch, eine weitere fragt nach deinem Impfpass. Für jede dieser elf Fragen gibt es 0 Punkte, wenn die Impfung belegt ist oder für dein Alter nicht ansteht, 1 Punkt, wenn du es nicht weißt, und 2 Punkte, wenn sie fehlt oder überfällig ist. Zusammen sind 0 bis 22 Punkte möglich. Weil manche Impfungen erst ab 60 oder 75 empfohlen sind, kommen Jüngere in der Regel auf höchstens 12 Punkte.
Drei Fragen zählen nicht zur Punktzahl: die nach chronischen Erkrankungen, nach einer Schwangerschaft oder einem Kinderwunsch und nach Beruf, Reisen und Zecken. Beantwortest du eine davon mit Ja, zeigt dir der Check einen Hinweis, denn dann kommen Impfungen in Frage, die nicht für alle empfohlen sind.
| Punkte | Einordnung | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| 0 | Kein offener Punkt | Nach deinen Angaben sind alle abgefragten Standardimpfungen belegt oder stehen noch nicht an. |
| 1 bis 2 | Ein bis zwei Punkte klären | Eine Impfung fehlt, oder bei ein bis zwei Impfungen weißt du es nicht. |
| 3 bis 6 | Mehrere Punkte offen | Mindestens zwei Impfungen sind unklar oder fehlen. |
| 7 bis 22 | Viele Punkte offen | Mindestens vier Impfungen sind unklar oder fehlen. |
Die Grenzen folgen aus der Punktvergabe. Eine einzelne Frage bringt höchstens 2 Punkte. Ab 3 Punkten müssen also mindestens zwei Fragen betroffen sein, ab 7 Punkten mindestens vier. Unter dem Ergebnis listet der Check jede Impfung auf, bei der du 1 oder 2 Punkte hast. Diese Liste ist wichtiger als die Summe, denn sie ist dein Merkzettel für den nächsten Praxisbesuch.
"Weiß ich nicht" bringt weniger Punkte als "Nein", weil die Impfung vielleicht doch im Impfpass steht. Die Praxis rechnet anders: Bei fehlender oder unvollständiger Dokumentation soll sie laut STIKO von fehlenden Impfungen ausgehen, und frühere Angaben aus dem Gedächtnis sind oft unzuverlässig [1].
Was der Check misst
Der Impfstatus-Check ist ein eigener Check von check-dich-selbst.de und kein validierter Fragebogen. Er hilft dir, die Empfehlungen der STIKO für Erwachsene mit deinen eigenen Impfungen abzugleichen, und er gibt dir eine Liste der Punkte, die du klären solltest. Grundlage sind die STIKO-Empfehlungen 2026 aus dem Epidemiologischen Bulletin 4/2026 vom 22.01.2026 [1] und die Aktualisierung der COVID-19-Empfehlung vom 09.07.2026 [2]. Stand des Checks ist der 28.10.2026.
Die Fragen folgen dem Impfkalender. Für alle Erwachsenen gelten die Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre, einmal Keuchhusten bei der nächsten fälligen Auffrischung und ein vollständiger Schutz gegen Kinderlähmung mit Grundimmunisierung und einer Auffrischung. Wer nach 1970 geboren ist, braucht den Schutz gegen Masern, wer jünger als 25 ist, die Nachholimpfung gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W und Y [1]. Ab 60 empfiehlt die STIKO allen die jährliche Grippeimpfung im Herbst, eine Impfung gegen Pneumokokken mit dem 20-valenten Konjugatimpfstoff (PCV20) und zwei Impfungen gegen Gürtelrose im Abstand von 2 bis 6 Monaten [1]. Ab 75 kommen eine einmalige Impfung gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) [1] und die jährliche Impfung gegen COVID-19 dazu [2].
Grenzen des Tests
Der Check kennt nur deine Antworten. Wann die letzte Impfung war und mit welchem Impfstoff, steht im Impfpass, und den kann nur die Praxis zuverlässig lesen. Bei Pneumokokken zum Beispiel hängt es vom früheren Impfstoff ab, ob noch etwas fehlt: Wer früher mit dem 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff (PPSV23) geimpft wurde, bekommt PCV20 im Mindestabstand von sechs Jahren [1].
Indikationsimpfungen fragt der Check nur grob ab. Für Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, für Schwangere, für Berufe mit erhöhtem Risiko und für Reisen gibt es eigene Empfehlungen, etwa gegen Hepatitis A und B, gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder gegen Gürtelrose schon ab 18 bei geschwächter Abwehr [1]. Welche davon zu dir passen, klärt die Ärztin oder der Arzt. Nimmst du mehrere Medikamente, frag dabei auch, ob eines davon die Abwehr dämpft; worauf du bei vielen Medikamenten sonst achten kannst, beschreibt der Ratgeber Viele Medikamente im Alter. Die STIKO schreibt dazu ausdrücklich, dass Ärztinnen und Ärzte im Einzelfall über Art und Reihenfolge der Impfungen entscheiden [1].
Der Check sagt nichts darüber, ob du eine bestimmte Impfung bekommen solltest. Das Ergebnis lautet in jeder Stufe: Lass deinen Impfpass in der Praxis prüfen.
Wann du dir Unterstützung holen solltest
Laut STIKO sollte jeder Praxisbesuch genutzt werden, um den Impfstatus zu prüfen. Als Anlässe nennt sie unter anderem die Gesundheits-Check-ups bei Erwachsenen, den ersten Termin in einer neuen Praxis, die Behandlung nach Unfällen und Verletzungen, einen Stellenwechsel und saisonale Anlässe wie Reise-, FSME- oder Grippeimpfungen [1]. Seit 2024 bieten auch Apotheken ausgewählte Impfungen an, gegen COVID-19 ab 12 und gegen Grippe ab 18 Jahren [1]. Den Überblick über alle Empfehlungen mit Alter und Abstand gibt der Ratgeber Impfungen für Erwachsene.
Bist du schwanger oder planst du eine Schwangerschaft, ist die Frauenarztpraxis der richtige Ort für das Gespräch. Welche Untersuchungen und Impfungen dann anstehen, beschreibt der Ratgeber Vorsorge in der Schwangerschaft. Für Impfungen wegen deiner Arbeit ist oft die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt zuständig; worum es bei der Vorsorge im Betrieb geht, zeigt der Arbeitsmedizin-Check.
Welche Impfungen Erwachsene nach STIKO brauchen
Die STIKO ist eine unabhängige Kommission aus rund 20 Fachleuten am Robert Koch-Institut. Ihre Empfehlungen sind die Grundlage dafür, welche Impfungen die Bundesländer öffentlich empfehlen und welche die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt. Darüber entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in der Schutzimpfungs-Richtlinie [1, 3]. Will er von einer STIKO-Empfehlung abweichen, muss er das besonders begründen. Entscheidet er nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Veröffentlichung, dürfen die Impfungen bis zur Entscheidung trotzdem zulasten der Kassen gegeben werden [3].

Die Masernimpfung für alle nach 1970 Geborenen hat einen einfachen Grund: Wer als Kind keine oder nur eine Impfung bekommen hat, ist womöglich nicht ausreichend geschützt. Es reicht eine einzelne Impfung mit einem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff [1]. Beim Keuchhusten genügt im Erwachsenenalter ebenfalls eine Dosis eines Kombinationsimpfstoffs, weil die meisten Menschen schon Kontakt mit dem Erreger hatten; in einer Studie, die die STIKO zitiert, reagierte das Immunsystem bei mehr als 90 Prozent der Geimpften ab 11 Jahren schon nach einer Dosis [1]. Einen Einzelimpfstoff gegen Keuchhusten gibt es in Deutschland nicht [1].
Bei der COVID-19-Impfung hat sich 2026 viel geändert. Die STIKO hat die Empfehlung zur Basisimmunität für Erwachsene gestrichen, weil ein Großteil von ihnen durch Impfungen und Infektionen inzwischen ausreichend gut vor schweren Verläufen geschützt ist. Die Standardimpfung gilt seit dem 09.07.2026 ab 75 Jahren, einmal pro Saison und bevorzugt im Spätsommer oder Frühherbst. Für viele Grunderkrankungen bleibt sie auch für Jüngere empfohlen [2]. Der G-BA hat diese Änderung am 03.09.2026 in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen [4].
Impfpass verloren oder lückenhaft
Fehlt der Impfpass, ist das laut STIKO kein Grund, notwendige Impfungen aufzuschieben. Zuerst lohnt der Versuch, frühere Impfungen aus ärztlichen Unterlagen zu ermitteln. Auf dieser Grundlage kann die Praxis einen neuen Impfausweis ausstellen. Was sich nicht belegen lässt, wird nach den Empfehlungen nachgeholt [1]. Sorge vor einer doppelten Impfung musst du dabei in der Regel nicht haben. Von zusätzlichen Impfungen bei schon bestehendem Schutz geht nach der STIKO meist kein besonderes Risiko aus, auch nicht bei Lebendimpfstoffen. Blutuntersuchungen auf Antikörper sind nur in Ausnahmefällen sinnvoll [1].

Auch eine lange unterbrochene Impfserie muss meist nicht neu beginnen. Die STIKO fasst das in dem Satz "Jede Impfung zählt!" zusammen: Dokumentierte Impfungen gelten weiter, solange der Mindestabstand zwischen den Dosen eingehalten wurde, und eine versäumte Auffrischung lässt sich später nachholen [1]. Jede Impfung muss die impfende Person in einem Impfausweis oder einer Impfbescheinigung eintragen, mit Datum, Impfstoff und Chargenbezeichnung [1]. Ob du darüber hinaus häufiger krank wirst und woran das liegen kann, beleuchtet der Immunsystem-Check.
- Behörde Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut 2026, Epidemiologisches Bulletin 4/2026. Robert Koch-Institut (RKI). Stand 22.01.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde STIKO: Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung 2026, Epidemiologisches Bulletin 28/2026. Robert Koch-Institut (RKI). Stand 09.07.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Tragende Gründe zum Beschluss über eine Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie: Umsetzung STIKO-Empfehlungen Januar 2026. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Stand 19.03.2026. abgerufen am 28.10.2026
- Behörde Tragende Gründe zum Beschluss über eine Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie: Umsetzung der STIKO-Empfehlung zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung. Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA). Stand 03.09.2026. abgerufen am 28.10.2026
Hinweis: Ein Selbsttest gibt dir eine erste Einschätzung. Er ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung und keine Diagnose.
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